Der ASC Grünwettersbach hat das Baden-Württemberg-Derby in der Tischtennis Bundesliga gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen mit 0:3 verloren. Vor stimmungsvoller Kulisse in der ASC-Arena in Karlsruhe verkaufte sich der ASC jedoch teuer und bot den Zuschauern hochklassiges Tischtennis auf TTBL-Niveau.
Starkes Derby in der TTBL – Ochsenhausen nutzt seine Chancen konsequent
Beide Teams mussten im Derby auf ihre japanischen Spitzenspieler verzichten. Während beim ASC Grünwettersbach Hiroto Shinozuka fehlte, musste Ochsenhausen ohne Shunsuke Togami auskommen. Die Gäste kompensierten diesen Ausfall allerdings etwas besser und präsentierten sich in den entscheidenden Phasen konsequent, mutig und nervenstark.
Dem ASC ist in diesem TTBL-Spiel dennoch kein Vorwurf zu machen. Angesichts der schwierigen Tabellensituation warf die Mannschaft von Trainer Kilian Ort alles in die Waagschale. Doch die aufstrebenden Talente der Gäste spielten furios auf, agierten nahezu fehlerfrei und hatten in den engen Momenten mehrfach auch das nötige Matchglück.
Jarvis verpasst Führung für den ASC Grünwettersbach denkbar knapp
ASC-Coach Kilian Ort hatte den frisch gebackenen britischen Meister Tom Jarvis diesmal an Position eins aufgeboten. Im ersten Einzel traf der Engländer auf Leonardo Iizuka. Zunächst dominierte Jarvis das Match, doch der junge Brasilianer arbeitete sich in die Partie und sicherte sich die ersten beiden Sätze.
Jarvis fand jedoch eindrucksvoll zurück, erhöhte den Druck, schaffte den Satzausgleich und führte im Entscheidungssatz bereits mit 10:7. Doch Iizuka zeigte keine Nerven, setzte drei riskante Bälle auf die Tischkante und sicherte sich mit 13:11 doch noch den Sieg. Für den ASC Grünwettersbach war das ein bitterer Rückschlag im Derby der Tischtennis Bundesliga.
Walther und Apolonia kämpfen – TTF Liebherr Ochsenhausen bleibt eiskalt
Im zweiten Einzel holte sich Ricardo Walther gegen Andreas Levenko zunächst sicher den ersten Satz. Im Lager des ASC Grünwettersbach keimte Hoffnung auf, doch der Österreicher fand immer besser ins Spiel und setzte seine druckvolle Vorhand immer wieder gewinnbringend ein. Walther fand darauf keine Antwort mehr, sodass Ochsenhausen mit einer 2:0-Führung in die Pause ging.
Das Duell zwischen Tiago Apolonia und Iulian Chirita entwickelte sich anschließend zu einer echten Tischtennis-Gala. Beide Spieler lieferten sich spektakuläre Ballwechsel auf höchstem Niveau. Zunächst sicherte sich jeder Akteur einen Satz, ehe das Match mehr und mehr zugunsten des jungen Rumänen kippte. Chirita spielte nahezu fehlerfrei, während Apolonia trotz großem Einsatz mehrfach durch Netz- und Kantenbälle ausgebremst wurde.
So stand am Ende ein 0:3 aus Sicht des ASC Grünwettersbach, das den Spielverlauf nur unzureichend widerspiegelt. Die Gastgeber boten im Derby der TTBL eine starke Leistung, konnten sich dafür aber nicht belohnen.
Klassenerhalt für den ASC wird schwieriger
Für den ASC Grünwettersbach wird es damit immer schwerer, den Klassenerhalt in der Tischtennis Bundesliga sportlich zu sichern. Die Gäste aus Ochsenhausen wahrten dagegen ihre Minimalchance auf den Einzug in die Playoffs.
Trotz der Niederlage darf der ASC auf die gezeigte Leistung aufbauen. Im Saisonendspurt braucht das Team aus Karlsruhe nun neben Qualität und Kampfgeist auch das nötige Matchglück, um in der TTBL noch einmal entscheidend punkten zu können.
Ergebnis im Überblick
ASC Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3
Tom Jarvis – Leonardo Iizuka 2:3 (9:11, 7:11, 11:5, 11:8, 11:13)
Ricardo Walther – Andreas Levenko 1:3 (11:5, 8:11, 7:11, 6:11)
Tiago Apolonia – Iulian Chirita 1:3 (16:14, 9:11, 4:11, 7:11)





