Bild: Daniel Gibs
Karlsruhe-Grünwettersbach (KF) – Auch im neuen Jahr wartet der ASC Grünwettersbach weiter auf den erhofften Befreiungsschlag in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). In der heimischen ASC-Arena in Grünwettersbach musste sich der ASC den punktgleichen Gästen vom Post SV Mühlhausen geschlagen geben. Die Partie war lange offen, doch am Ende fehlten den Karlsruhern erneut die entscheidenden Prozentpunkte.
Spielbericht: ASC Grünwettersbach vs. Post SV Mühlhausen
ASC-Trainer Kilian Ort konnte personell diesmal aus dem Vollen schöpfen und hatte die Auswahl zwischen fünf Spielern, während Gästecoach Erik Schreyer nur mit drei Aktiven angereist war. Dennoch hatte die Sache für den ASC einen Haken: Tiago Apolonia konnte wegen Kreislaufproblemen nicht zu seinem zweiten Einzel antreten, Ricardo Walther wollte man den Härtetest nach überstandener Operation noch nicht zumuten und Hiroto Shinozuka, der erst am Vorabend aus Japan eintraf, fehlte die mentale Frische.
Starker Start: Apolonia punktet für den ASC
Die Partie begann für die Hausherren vielversprechend. Tiago Apolonia traf im ersten Einzel auf Ovidiu Ionescu. Nach kuriosen drei Auftaktsätzen, in denen jeweils der zunächst deutlich zurückliegende Spieler am Ende triumphierte, schaffte Ionescu mit einem starken Auftritt in Durchgang vier – gegen einen schon sichtlich angeschlagenen Apolonia – den Satzausgleich. Der Entscheidungssatz verlief bis zum 7:7 ausgeglichen, ehe der Lokalmatador nochmals seine letzten Kräfte mobilisierte und schließlich mit 11:7 gewinnen konnte.
Jarvis zeigt Potenzial – Mengel bleibt eiskalt
Gespannt waren die Zuschauer auf den Auftritt von Neuzugang Tom Jarvis. Gegen Steffen Mengel legte der Engländer seine anfängliche Nervosität schnell ab, verlor den Auftaktsatz nach Aufholjagd und trotz Satzball in der Verlängerung, fand dann jedoch immer besser ins Match, schaffte den Satzausgleich und hatte auch im dritten Durchgang die Nase vorn. Ein Fehlaufschlag sowie ein kombinierter Netz- und Kantenball des Postlers wendeten jedoch das Blatt. Trotz mutiger Gegenwehr und harter Vorhandpunkte fand Jarvis schließlich im erfahrenen Post-Spitzenspieler seinen Meister.
Freitas zu konstant für Shinozuka
Die Hoffnungen der ASC-Fans ruhten anschließend auf Hiroto Shinozuka im Duell mit dem ehemaligen Europameister Marcos Freitas. Nachdem der stark auftrumpfende Portugiese den Auftaktsatz knapp für sich entschieden hatte, dominierte er in den folgenden Sätzen jeweils die ersten zwei Drittel. Zwar konnte Hiroto durch einen Kraftakt den zweiten Satz noch drehen, doch in den abschließenden beiden Sätzen gelang ihm dieses Kunststück nicht mehr ganz, sodass die Gäste mit 2:1 in Führung gingen.
Entscheidung im Schluss-Einzel
Für den nicht mehr spielfähigen Tiago Apolonia schickte Kilian Ort Tobias Hippler gegen Steffen Mengel ins Rennen. Hippler bot dem Post-Spitzenspieler, der gegen den ASC oft zur Höchstform aufläuft, in den ersten beiden Sätzen Paroli und konnte den zweiten Durchgang für sich verbuchen. Danach setzte sich die Spielübersicht und Cleverness von Mengel immer mehr durch – der verdiente Sieg für Mühlhausen war damit besiegelt.
Endstand & Tabelle
Endstand: ASC Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen 1:3
Durch diese Niederlage rutscht der ASC Grünwettersbach in der TTBL auf 8:16 Punkte ab und belegt aktuell den vorletzten Tabellenplatz.





