TTBL 5. Spieltag: Hippie, Hippie, Hurra: ASC Grünwettersbach siegt in Bremen
Zum Helden der Badener avancierte ausgerechnet Tobias Hippler, der aus dem Bremer Umland stammt. Aber auch Ricardo Walther konnte seine lange Durststrecke endlich beenden, und schließlich setzte das Doppel Tiago Apolónia und Hippler den umjubelten Schlussakkord.
Sieben Matchbälle: Hippler schlägt Ex-Weltmeister Karlsson
Bereits das Auftaktmatch weckte im Lager des ASC Grünwettersbach leichte Hoffnungen auf eine Überraschung. Denn wie schon im Vorjahr trumpfte Tobias Hippler gegen den Ex Weltmeister im Doppel Mattias Karlsson großartig auf. Zwar ging der Auftaktsatz an den Schweden, doch in den folgenden Sätzen konnte Hippler das Ruder herumreißen und dominieren. Fast hätte sich der ASC Linkshänder um den verdienten Lohn gebracht, denn bei einer 2:1 Satzführung benötigte Hippler ganze sieben Matchbälle, ehe er sein Team in Führung bringen konnte.
Werder dreht das Spiel und geht in Führung
Diese währte jedoch nicht lange. Ricardo Walther war die Verunsicherung angesichts seiner langen Niederlagenserie deutlich anzumerken. Gegen das konsequente Angriffsspiel von Irvin Bertrand fand Walther zunächst kein Mittel. Zwar konnte er sich dann den dritten Satz sichern, im finalen Durchgang sorgte der drahtige Franzose jedoch rasch und kompromisslos für die schnelle Entscheidung.
Auch Tom Jarvis, der sich in den zurückliegenden Spielen in starker Form präsentiert hatte, fand im sicheren Kasachen Kirill Gerassimenko seinen Meister. Zwar konnte Jarvis seinen Gegner immer wieder vom Tisch drängen, der Werderaner fischte aus der Halbdistanz jedoch viele Bälle und hatte in drei engen Sätzen die Nase vorn. Somit ging Werder mit 2:1 erstmals in Führung.
Walther beendet seine Durststrecke
Im Duell der beiden zuvor unterlegenen Spitzenspieler fand Mattias Karlsson gegen Ricardo Walther zunächst besser ins Match. Doch Walther wurde zunehmend sicherer, während Karlsson, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, immer mehr in die Defensive geriet. Als Walther im dritten Satz gleich vier Satzbälle vergeben hatte, schien das Match erneut zu kippen. Doch er konnte seinen fünften Satzball verwerten und war dann im vierten Satz mit zunehmendem Selbstvertrauen Chef im Ring. Der Ausgleich zum 2:2 war perfekt.
Umjubelter Schlussakkord im Doppel
Somit musste die Entscheidung im Doppel fallen. Hier setzte Trainer Kilian Ort mit Apolónia und Hippler auf ein neu formiertes Duo, dem gegen Gerassimenko und Bertrand nur Außenseiterchancen eingeräumt wurden. Doch nach einem 5:2 Rückstand im ersten Satz spielte das ASC Duo großartig auf und ging nach sehenswerten Ballwechseln mit 2:0 Sätzen in Führung.
Auch im dritten Satz dominierte der ASC zunächst. Doch in der Endphase spielten die Hausherren einige unglaubliche Bälle und holten sich diesen Satz. Auch der vierte Satz schien eine klare Angelegenheit für die Hanseaten zu werden, die schnell mit 7:1 in Führung gingen. Doch Apolónia und Hippler arbeiteten sich Punkt um Punkt heran und hatten beim 8:10 Matchbälle, wovon sie den zweiten zum umjubelten Sieg nutzten.
Sprung von Rang 11 auf Rang 6
Durch diesen unerwarteten Erfolg konnte sich der ASC Grünwettersbach vorerst vom 11. auf den 6. Tabellenrang vorarbeiten und hofft, am 25. September gegen den TTC Zugbrücke Grenzau in der ASC Arena nachlegen zu können.
Tabelle und alle Ergebnisse des Spieltags gibt es bei der Tischtennis Bundesliga.
Sa. · 19.09.26 · 13 Uhr · ASC 2 – Post SV Zeulenroda
Fr. · 25.09.26 · 18:30 Uhr · ASC – TTC Zugbrücke Grenzau
Den Auftakt macht am Samstag, 19. September, die Zweite mit ihrem ersten Heimspiel in der 3. Bundesliga. Am Freitag, 25. September, empfängt die TTBL Mannschaft den TTC Zugbrücke Grenzau, Halleneinlass ab 17 Uhr.
Tickets gibt es online im Ticketshop und an der Tageskasse.
ASC Arena · Thüringer Straße 11 · 76228 Karlsruhe
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Bild: Hansruedi Lüthi




